heimatort. Wasserschloss Europas

Als selbsternanntes „Wasserschloss Europas“ ist die Schweiz eine hervorragende Quelle für erneuerbare Energien. Mit einem Anteil von 97 % ist die Wasserkraft fast für die gesamte erneuerbare Stromproduktion in der Schweiz verantwortlich.

Die Schweiz profitiert längst nicht mehr ausschliesslich in der Tourismus-Branche von ihrem Standortvorteil. Durch den Wasserreichtum und das Gefälle werden 56 % des gesamtschweizerischen Strombedarfs durch die Nutzung von Wasserkraft mittels Laufwasser-, Pumpspeicher- und Speicherkraftwerken gedeckt. Mit einem aktuellen Anteil von 97 % ist Wasserkraft fast für die gesamte erneuerbare Stromproduktion in der Schweiz verantwortlich.

Kaum ein anderes europäisches Land verzeichnet mit Wasserkraft einen derart grossen Beitrag zu Erreichung der Klimaziele. Das ist allerdings kein Grund, sich zurückzulehnen. Trotz der hervorragend ausgebauten Kraftwerke verfügt die Schweiz etwa über 40 % an ungenutztem Potenzial für Wasserkraft. Zur vollständigen Ausschöpfung müssen noch einige politische, finanzielle und geologische Hürden überwunden werden. Aber der Aufwand lohnt sich: Laut Studien geniesst die Wasserkraft unter den erneuerbaren Energien das höchste Ansehen. Kein Wunder – keine andere erneuerbare Energiequelle weist ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen dem Eingriff in die Natur und der Produktionsmenge an Energie auf.

Speicherkraftwerke

Wie bereits im Namen verraten, speichern Pumpspeicher- und Speicherkraftwerke Wasser. Dies erlaubt, die erzeugte Energie vorrätig zu lagern und jederzeit auf die entsprechende Nachfrage zu reagieren. Ein Stromnetz verfügt oft über mehr Energie, als letztlich nachgefragt und verbraucht wird. Diese überschüssige, nicht speicherbare Energie machen sich die 16 in der Schweiz errichteten Pumpspeicherkraftwerke zum Nutzen. Mit dem übrigen Strom wird Wasser durch Druckrohrleitungen den Berg hinauf gepumpt. Das Gefälle spielt später eine wichtige Rolle für die Menge an durch Wasserkraft produzierter Energie. Das Wasser wird in den Oberbecken gespeichert. Durch das Aufstauen entsteht ein See. Das Wasser lässt man bei Bedarf wieder die Rohre hinabfliessen. Im Krafthaus treibt das Wasser einen Generator an, der Strom erzeugt. Im Gegensatz zu Pumpspeicherkraftwerken sind Speicherkraftwerke nicht stetig im Betrieb. Aufgrund ihrer Speicherfunktion werden Speicherkraftwerke nur dann in Anspruch genommen, wenn eine besonders hohe Nachfrage an Strom herrscht. Für die Stromproduktion wird für einen bestimmten Zeitraum (dabei kann es sich um Stunden aber auch Monate handeln) Wasser in einem Speicherbecken gesammelt. Jahresspeicherkraftwerke kommen vor allem in alpinen Regionen zum Einsatz wo im Sommer, aufgrund den enormen Schneemassen im Winter, eine grosse Menge an Schmelzwasser entsteht. Zur letztlichen Stromerzeugung produziert eine durch Wasserkraft angekurbelte Turbine kinetische Energie, die zur Aktivierung eines Strom-Generators dient. Speicherkraftwerke zeichnen sich vor allem wegen ihrer hohen Flexibilität aus. Bereits kleine Wassermengen genügen um Strom zu produzieren.

Flusskraftwerke

Die EBL als Muttergesellschaft von schweizstrom hält Anteile an mehreren Kraftwerken in der Schweiz. Für die Kunden von schweizstrom produziert das Flusskraftwerk Birsfelden AG in der Schweiz Energie aus 100% reiner Schweizer Wasserkraft. Im Gegensatz zu einem Pumpspeicherkraftwerk wird bei einem Flusskraftwerk, auch Laufwasserkraftwerk genannt, das fliessende Gewässer für die Stromproduktion genutzt. Das Flusswasser wird durch eine Wasserturbine geleitet, die die potentielle Energie des Wassers in eine mechanische Drehbewegung umwandelt. Diese Drehbewegung treibt einen Generator an, der die mechanische Energie in elektrischen Strom umwandelt. Um die Fallhöhe des Wassers zu steigern, wird das Flusswasser durch eine Wehranlage gestaut. Dies ist wichtig, denn die Fallhöhe (Unterschied zwischen Oberwasser und Unterwasser) sowie die Ausbauwassermenge bestimmen die installierte Leistung und das Arbeitsvermögen des Kraftwerks.

Im Gebiet Wasserkraft wird die Schweiz weiterhin ihren Platz an der Spitze verteidigen und kann dank ihren überdurchschnittlich hohen Niederschlagsmengen sowie einer Vielzahl von verfügbaren Wasserquellen nicht so leicht verdrängt werden.

Neben den Möglichkeiten zur Energiegewinnung bietet die Schweiz aufgrund des Wasserreichtums auch eine Vielzahl an Seen mit zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten. Der Blausee im Berner Oberland ist ein See, der die schönsten Facetten der Natur zeigt.

Ausflugsziel: Blausee im Berner Oberland

Der Blausee im Berner Oberland gilt als einer der schönsten Bergseen der Schweiz. Die Bilder sprechen für sich und beweisen, dass keine lange Flugreise nötig ist, um die schönsten Facetten der Natur zu erkunden. Auf einer Fläche von 6‘400 m2 bietet der Blausee ausreichend Platz, um buchstäblich in eine andere Welt einzutauchen und den Alltag weit hinter sich zu lassen. Die Umgebung erinnert ein wenig an kanadische Wälder und hat einiges zu bieten: Ein mystischer Naturpark mit Spazierwegen, Feuerstellen, Picknickplätzen und einem Kinderspielplatz. Ein Besuch im Blausee-Museum, Bouldern oder den See vom Glasbodenboot aus entdecken – all das inmitten einer idyllischen Kulisse.

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