heimatort. Schwingen

Die Schweizer Bergwelt ist prädistiniert für viele Sportarten: Mountainbiken, Wandern, Klettern oder Skifahren – hier kommen die meisten Sportler auf ihre Kosten. Doch für eine Schweizer Nationalsportart bräuchte es die Berge überhaupt nicht. Für das „Schwingen“.

Wer nun daran denkt vielleicht ein Seil oder andere Gegenstände zu schwingen oder sich irgendwie durch die Schweizer Bergwelt zu hangeln und dies als schwingen zu bezeichnen, der ist auf dem Holzweg. Tatsächlich handelt es sich beim Schwingen um eine Art von Ringen auf Sägespänen. Es geht darum den Gegner mit einem Schwung auf den Boden zu legen.

„Brienzer“, „Bur“, „Hüfter“, „Kurz“ und „Übersprung“

Die fünf Hauptschwünge nennen sich „Brienzer“, „Bur“, „Hüfter“, „Kurz“ und „Übersprung“. Die Schwinger messen sich an kleineren und grösseren Schwingerfesten in der ganzen Schweiz. Schwingen ist eine moderne Sportart, die es aber geschafft hat Tradition und Brauchtum bis heute weiterzuführen; eine ideale Verbindung zwischen Sport, Tradition und Fortschritt.

Eine jahrhundertelange Tradition

Wie lang es diese Tradition bereits gibt, konnte bis heute nicht festgelegt werden. In der Kathedrale in Lausanne wurde aber erste Darstellungen gefunden, welche klassische Schwingergriffe zeigen und auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen sind. Als Spiel der Hirten und Bauern hat es begonnen und hat sich im 19. Jahrhundert schliesslich auch in den Städten verbreitet. Heute wird alle 3 Jahre der Schwingerkönig an den Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten gekürt.

„Kampfgericht“ und „Gang“

Eine Besonderheit dabei: Vorab ist kein Spielplan erhältlich. Es gibt eine Jury, Kampfgericht genannt. Dieses Kampfgericht entscheidet nach jeder Kampfrunde neu, wer gegeneinander antreten muss. Ein Kampf wird „Gang“ genannt und dauert in der Regel 5 Minuten. Spannende Informationen rund um diesen Schweizer Nationalsport finden sich auf der Homepage des Eidgenössischen Schwingerverbandes. Wer einmal selbst ein Schwingerfest besuchen möchte, findet hier auch alle Daten der diesjährigen Feste.

 

 

 

 

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