Bisch zwääg?

„Bisch zwääg?“ Mit dieser Frage werden wir im neuen Jahr von einem Schweizer Arbeitskollegen begrüsst und sind verwirrt. Wohin sollen wir auf dem Weg sein, fragen wir? Er schaut uns an und klärt uns lachend auf: Wer diese Frage stellt, möchte einfach nur wissen, ob es uns gut geht oder, ob wir gesund sind.

Wir finden, dass „zwääg“ ein super Wort ist, um es jetzt in der kalten Jahreszeit zu lernen, denn Erkältungen keine Seltenheit. Bei uns im Büro sind zum Glück alle „zwääg“. Damit das so bleibt, haben wir unsere Kollegen gefragt, was sie tun, um gesund zu bleiben. Unsere Lieblingsantwort:

Frische Suppe mit vielen Nährstoffen essen; am liebsten Vermicelles-Suppe.

Bei dieser Antwort stellt sich uns schon gleich die nächste Frage: Was genau ist Vermicelles? Unsere Kollegin klärt uns auf: Vermicelles ist ein Schweizer Dessert aus Maroni-Püree:
Zuerst wird ein Mus aus Milch und pürierten Esskastanien / Maronen hergestellt. Dieses wird dann mit Butter, Pflanzenöl, Läuterzucker, Kirschwasser und Vanille verfeinert. Am Ende wird die Maronenmasse mit einer Presse durch ein Lochblech gedrückt, sodass das Dessert ähnlich aussieht, wie Spaghetti-Eis.

Klingt gut finden wir, aber wie genau entsteht daraus nun eine Suppe?
Der Name ist hier eigentlich etwas irreführend, denn es wird keine Suppe als Dessert gereicht. Vielmehr handelt es sich bei der Vermicelles-Suppe um eine Maronen-Suppe. Das Rezept teilen wir gerne mit euch:

Zutaten für 4 Personen:
Etwas Butter zum Braten, 750 ml Gemüsebrühe, 400 g Maroni (vakuumverpackt), etwas Salz und Pfeffer, 125 ml Schlagsahne, 200 ml Weisswein, eine mittelgrosse Zwiebel, glatte Petersilie oder Thymian (je nach Geschmack)

Zubereitung:
Die Zwiebel schälen, fein hacken und in der Butter anschwitzen, mit Wein ablöschen und etwas einkochen lassen. Die Maroni stückeln und hinzufügen. Kurz ein wenig mitrösten und anschliessend mit Gemüsebrühe auffüllen. Das Ganze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Von der Kochplatte nehmen und pürieren. Die Schlagsahne hinzufügen, erneut mixen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Abschluss mit gehackter glatter Petersilie oder Thymian dekorieren.

Tipp: Wer möchte, kann noch einen geschmacklichen Akzent setzen, indem am Ende gebratene Champignongs, Steinpilze, Speck oder Croutons auf die Suppe gegeben werden.

Diese Suppe wärmt von innen und ist mit den inhaltsreichen Maroni sehr nahrhaft. Wir wünschen „E Guete“.

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