Jahresrückblick 2016 (Teil 1)

Ein Jahr mit vielen Highlights neigt sich dem Ende zu. Wir nutzen die ruhigere Zeit zwischen den Jahren für einen Rückblick und stellen fest: Es hat sich einiges getan. Unsere Schweizer Kollegen haben uns zahlreiche Schweizer Traditionen gezeigt und uns mit Schweizer Rezepten und Ausflugstipps versorgt. Unter dem Motto „heimatort.“ haben wir diese regelmässig mit euch geteilt. 

heimatort.

Warum wir diese Beiträge unter das Motto „heimatort.“ stellen? Ganz einfach: Die Schweiz gilt als heimatverbunden und kein Wort drückt die Schweizer Heimatverbundenheit besser aus als jedes andere. Der Heimatort hat in der Schweiz eine ganz besondere Bedeutung, die weltweit einzigartig ist. Es ist der Ort, aus dem die Vorfahren stammen und der Ort, der bis 2012 im Notfall Fürsorge leisten musste. So steht auf einem Schweizer Ausweis nicht der Geburtsort einer Person sondern der Heimatort.

Tipp eines Kollegen, den wir genauer unter die Lupe genommen haben, war atemberaubend. Der Chienbäse-Umzug in Liestal ist eine feurige Tradition. Mit brennenden Besen aus Kiefernholz fegen die Teilnehmer durch das „Städtli“, begleitet von Eisenwagen, die meterhohe Flammen produzieren. Eine im wahrsten Sinne des Wortes heisse Tradition, um den Winter zu vertreiben.
Weiter ging es mit dem „Morgenstraich„, der den Auftakt zur Basler Fasnacht bildet. Die Cliquen ziehen pünktlich morgens um 4 Uhr mit riesigen Fasnachtslaternen durch die Stadt, begleitet von Tambouren und Piccolospielern. Weiter ging das Jahr für uns auf der Piste. Am Schneetag der Schweizer Muttergesellschaft EBL durften wir Grindelwald erkunden.

Hier warten 220 Pistenkilometer auf Wintersportbegeisterte, 100 km Winterwanderwege und unzählige Schlittenrouten bieten aber auch für nicht Skifahrer eine tolle Abwechslung.
Im April des Jahres hat uns der Nachwuchs eines Schweizer Kollegen nach Zürich geführt. Mit unserem schweizstrom-Strampler im Gepäck haben wir die Familie besucht und uns anschliessend noch die Öpfelchammer in Zürich zeigen lassen. Es ist die älteste unverändert erhaltene Weinstube in Zürich und daher ein echtes Stadtoriginal. Im Sommer hat unsere Kollegin Dorothea uns mit ihrem Ausflugstipp gezeigt, wie es möglich ist in wenigen Stunden die ganze Schweiz zu erkunden: Nämlich im Freiluftmuseum „Swissminiatur“ in Melide. Auf 14’000 qm Fläche sind hier viele Facetten der Schweiz modelliert:

Vom Wilhelm Tell Denkmal über das Heidi-Dorf, von Schlössern und Burgen bis hin zu Bauernhöfen und Gasthäusern. Natürlich darf auch eine Modelleisenbahn von rund 3’500 Metern Länge mit insgesamt 18 Zügen nicht fehlen. Schliesslich ist die Bahn eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel in der Schweiz. Fast 2’500 Kilometer legt jeder Einwohner in der Schweiz durchschnittlich pro Jahr mit diesem öffentlichen Verkehrsmittel zurück; fast drei mal so viel im Vergleich zu Deutschland.
Nach diesem tollen Ausflug haben wir mit der Schweizer Eidgenossenschaft ihren 725. Geburtstag gefeiert, denn am 1. August 1291 schlossen sich die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese zum „Ewigen Bund“ zusammen.

Dieses Ereignis wird auch Rütlischwur genannt. An den Ort, an dem dieser Schwur der Legende nach geleistet wurde, führte uns schliesslich der nächste Ausflugstipp eines Kollegen, auf den „Weg der Schweiz„. Entstanden ist diese Route als Geschenk zur 700-Jahr Feier zum Gedenken an die Gründung der Eidgenossenschaft. Jeder Kanton leistete daran einen Beitrag prozentual zu seiner Einwohnerzahl. Die gesamte Route hat eine Länge von rund 35 Kilometern.
Nach diesen Aktivitäten haben wir uns im Herbst und Winter dann eher den kulinarischen Tipps unserer Kollegen und der Frage gewidmet: „Wie isst man eigentlich traditonelles Schweizer Raclette?“.

Dabei haben wir gelernt, dass Fendant oder Chasselas, der Schweizer Apéro-Wein par excellence auch perfekt zu Raclette passt und ein Schwarztee während dem Essen den Käse bekömmlicher macht. Eine andere Form des Käse-Genuss haben wir schliesslich auf dem Basler Weihnachtsmarkt kennengelernt. Chässchnitte und Chäschuechli haben wir probiert. Anschliessend haben wir auch noch einige Plätzchen, oder wie es in der Schweiz heisst „Guzzi“ gefunden, die wir so aus Deutschland noch nicht kannten. Änisbrötli und Baslerbraun haben wir mitgenommen und ein passendes Rezept mit euch auf unserem Blog geteilt.

Aber auch unter dem Motto „Tüpisch Schwiiz – Schweizerdeutsch von A-Z“ haben wir von unseren Kollegen so einiges gelernt. Den Rückblick dazu, findet ihr in unserem nächsten Beitrag.

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